Nachdem ITWU bisher nur mit Phonegap bzw. Cordova mobile Apps für iOS entwickelt hat, war es dringend an der Zeit sich den aktuellen Stand der Hilfen zur mobilen cross-plattform App-Entwicklung anzuschauen –  Ob es nun ein Framework, ein Toolkit, ein Creator, ein Builder oder eine IDE ist.

 

Angeschaut wurden Ionic, Titanium, Xamarin, Sencha, AppGyver, AlphaAnywhere, Kony Vizualizer, Apperio, Quickbase, Eachscape und Google Flutter. Eins der wichtigsten Kriterien für uns ist, dass man nur einmal programmiert. Auf keinen Fall ist es gewünscht, dass man nach dem Entwickeln in der eignen IDE noch einmal viel Code im Android Studio oder in der Xcode IDE für iOS ein zweites Mal programmiert. Viele Tools konnten begeistern, sind aber nur für bestimmte Einsatzzwecke optimiert. Andere Werkzeuge konnten wir von vorneherein ausschließen, weil 20 – 50% des Codes tatsächlich ein zweites Mal programmiert werden muss. Mittlerweile muss man leider sagen, dass viele der Hilfen auf eine Online-Verbindung angewiesen sind, weil diverse Cloud-Dienste genutzt werden. Aus meiner Sicht ist das nicht immer praktisch.

 

Am Ende blieb in unserer Vergleichsmatrix der Hilfen ein Unentschieden zwischen Ionic und Googles Flutter stehen. Und das obwohl der Ionic Creator 3.2 gerade im Alpha Release und Google Flutter im Beta Release sind.

 

Ionic setzt auf bekannte Wege zur cross-plattform App-Entwicklung: Angular, JS, HTML, CSS, uvm. Man denke an Progressive Web Apps ;) Ionic bietet auch einen eigenen Creator aber keine eigene IDE. Für die meisten bekannten IDEs gibt es aber Plug-Ins und natürlich die berühmte Commandozeile. So kann man dann auch den Export für XCode und Android Studio erstellen.

 

Flutter ist absolut neu und programmiert wird in DART. Flutter ist eigentlich nur ein UI Framework bzw. SDK und kann direkt in Android Studio verwendet werden. Von dort kann man dann einen Export für Xcode erstellen. Wir sehen in Flutter im Moment ein großartiges Potential. Es wird nativer Code kompiliert, so dass man direkt den Performance-Vorteil gegenüber den hybriden Frameworks merkt. Die Entwicklung ist aber so nah an JavaScript, dass man nicht wirklich eine neue Programmiersprache lernt.

 

Wir sind gespannt, was auf der Google I/O 2018, auf der auch Flutter ein Thema war, herausgekommen ist. Wir halten euch hier auf dem Laufenden.

 

Dann programmieren wir mal weiter.

 

Habt ihr Fragen oder Anregungen? Ruft uns einfach an unter 05251 288160 oder schreibt uns eine E-Mail an info@itwu.de.

 

Kleiner Tipp am Rande:

IBM Lotus Notes bzw. der Domino Designer sind sehr großzügig beim Schreiben von Dump-Files ( *.dmp Dateien ) bzw. von Java Heapdumps ( *.phd Dateien). Diese Dateien werden in einigen Fällen vom IBM Support gebraucht und von Notes bzw. dem Designer bei Programm-Abstürzen geschrieben. Gespeichert werden sie meistens im Ordner notesdatapfad/workspace/logs. Gelegentlich findet man aber in einigen anderen Notes Ordnern auch Dumps, bspw. im notesdata Root, im notesdatapfad/workspace und im Notes\Data\IBM_TECHNICAL_SUPPORT. Grundsätzlich werden diese Dump Dateien nicht automatisch gelöscht. In meinem notesdatapfad/workspace/logs Ordner waren also gerade mehrere GB alleine an *.dmp und *.phd Dateien. Wenn man seine Festplatte bereinigt, sollte man auf jeden Fall auch diese Ordner bereinigen. Gerade ältere Dumps im data/workspace/logs Ordner können problemlos gelöscht werden. Und so manche SSD Festplatte freut sich über freien Speicherplatz Ja!

 

Das Thema Konsumerisierung der IT lässt mir einfach eine keine Ruhe. Allgemein versteht man unter Konsumerisierung den Einfluss unserer Affinität und privaten Nutzung von Technologien und Geräten auf unsere Arbeitsweise. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, darauf zu achten wie sehr die private Nutzung von Software unsere Arbeitsweise verändert, stößt man immer häufiger auf Anwender die Software benutzen, die auf einem normalen Unternehmens-PC nicht installiert ist.

Geht man davon aus, dass Endbenutzer in Unternehmen nicht mit privaten Geräten arbeiten, stellt sich automatisch die Frage: Wieso kann ein Anwender dann dennoch eine Wahl bei der benutzten Software treffen? Gibt es normalerweise nicht eine Standardvorgehensweise in Firmen, die verhindert, dass man eigene Software auf Firmenrechnern installiert und die die Mitarbeiter somit an strikte Vorgaben bindet?

Schon lange gibt es sehr viele Software Programme, die man nicht mehr installieren muss und die mit eingeschränkten Rechten laufen. Dabei spricht man von portabler Software. Derartige portable Anwendungen sind nahezu für jedes Software Produkt erhältlich. Dazu gehören beispielsweise Betriebssysteme, Web-Browser, Entwicklungsumgebungen, Office-, Bildbearbeitungs-. Videokonferenz-Systeme, u.v.m. Zusätzlich bieten Web-Browser inzwischen viele Möglichkeiten, um Anwendungen bzw. Erweiterungen oder Plugins ohne Installation zu nutzen.

Software die man nicht installieren muss, hatte oft den Nachteil, dass diese sich nicht aktualisierte und nach Gebrauch immer wieder in einen Ursprungszustand zurückgesetzt wurde. Mittlerweile arbeitet portable Software mit Cloud-Diensten. Dort werden Einstellungen und Dokumente gespeichert und Programm-Komponenten können dynamisch nachgeladen werden. Oft sorgt dieses Vorgehen sogar dafür, dass portable Software auf unterschiedlichen Geräten immer wieder gleich aussieht. Qualitativ gibt es somit nicht unbedingt Einschränkungen zwischen portabler und installierter Software.

Somit kann man sagen, dass es immer mehr gute portable Software gibt, die Endbenutzer in Unternehmen ohne direktes Wissen der IT-Abteilung nutzen könnten. Dieser Situation kann ein Unternehmen pro aktiv begegnen, anstatt ausnahmslos den Einsatz von portabler Software zu verbieten.

  • Grundsätzlich sollten den Endanwendern die Probleme der Nutzung von portabler Software näher gebracht werden. Dazu gehört unter anderem das Thema Lizensierung. Schließlich heißt portabel nicht automatisch kostenlos – auch wenn das auf den ersten Blick nicht immer klar ist.
  • Zusätzlich lohnt es sich auch in Zeiten von Prism, auf die Gefahren im Bereich Datenschutz beim Einsatz von portabler Software auf Unternehmensrechnern hinzuweisen.
  • Anderseits kann man ausgewählte portable Software auch direkt empfehlen. Schließlich sind sehr populäre Browser portable Software und - solange man nicht jede Erweiterung nutzt - auch problemlos einsetzbar.

Am Ende ist aber alles besser, als die Augen zu verschließen und einfach davon auszugehen, dass Endanwender keine portable Software auf Unternehmensrechnern nutzen.

 

Neulich ist mir wieder eine Werbung zum Thema Konsumerisierung der IT begegnet, die sich ausschließlich um Bring Your Own Device Strategien (BYOD) drehte. Allgemein versteht man unter Konsumerisierung den Einfluss unserer Affinität und privaten Nutzung von Technologien und Geräten auf unsere Arbeitsweise. Meiner Meinung nach ist das Thema Konsumerisierung der IT aber viel größer als BYOD und von wachsender Bedeutung. Benutzer von IT sind in den letzten Jahren erfahrener geworden und wissen sich heute immer mehr auch ohne IT Abteilung zu helfen. Und dies passiert immer häufiger wenn IT Abteilungen Probleme von Anwendern nicht schnell genug lösen. Immer mehr Themen, die früher IT Abteilungen beschäftigt haben, sind schon lange einfach für normale Endanwender zu lösen. Dabei werden auch private Cloud Services oder Social Media für Unternehmenzwecke genutzt. So tauchen aber plötzlich Unternehmensdaten in öffentlichen Netzen auf. Wir reden also nicht nur über private Geräte wie bei BYOD sondern auch über Software und Services die in der Konsumerisierung der IT eine Rolle spielen.

Die eigentliche Frage ist, wie IT Abteilungen aktuell dem Thema Konsumerisierung begegnen. So muss die IT immer mehr proaktiv handeln und die Anwender dafür sensibilisieren warum private Cloud Services nicht für Unternehmensdaten geeignet sind oder wie beim Thema BYOD für rechtliche Regelungen und ein Management der Dienste sorgen. Dabei spielt vor allem Geschwindigkeit eine Rolle. Wenn ein privater Cloud Service schon von vielen Anwendern benutzt wird, kommt die IT Abteilung mit einer entsprechenden Unternehmens-Lösung oft zu spät.

Da Heraklit schon wusste, dass nichts so bestätig ist wie der Wandel, wird sich auch die Konsumerisierung der IT weiter verändern. Sicherlich wird dies auch an der nächsten Generation von IT-Anwendern und an der gesteigerten Bedeutung von IT im Alltag und an Schulen liegen. Somit werden vermutlich immer mehr klassische Themen einer Unternehmens-IT zu generellen Themen.

Gruß!
Euer Stephan