Kleiner Tipp am Rande:

IBM Lotus Notes bzw. der Domino Designer sind sehr großzügig beim Schreiben von Dump-Files ( *.dmp Dateien ) bzw. von Java Heapdumps ( *.phd Dateien). Diese Dateien werden in einigen Fällen vom IBM Support gebraucht und von Notes bzw. dem Designer bei Programm-Abstürzen geschrieben. Gespeichert werden sie meistens im Ordner notesdatapfad/workspace/logs. Gelegentlich findet man aber in einigen anderen Notes Ordnern auch Dumps, bspw. im notesdata Root, im notesdatapfad/workspace und im Notes\Data\IBM_TECHNICAL_SUPPORT. Grundsätzlich werden diese Dump Dateien nicht automatisch gelöscht. In meinem notesdatapfad/workspace/logs Ordner waren also gerade mehrere GB alleine an *.dmp und *.phd Dateien. Wenn man seine Festplatte bereinigt, sollte man auf jeden Fall auch diese Ordner bereinigen. Gerade ältere Dumps im data/workspace/logs Ordner können problemlos gelöscht werden. Und so manche SSD Festplatte freut sich über freien Speicherplatz Ja!

 

Das Thema Konsumerisierung der IT lässt mir einfach eine keine Ruhe. Allgemein versteht man unter Konsumerisierung den Einfluss unserer Affinität und privaten Nutzung von Technologien und Geräten auf unsere Arbeitsweise. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, darauf zu achten wie sehr die private Nutzung von Software unsere Arbeitsweise verändert, stößt man immer häufiger auf Anwender die Software benutzen, die auf einem normalen Unternehmens-PC nicht installiert ist.

Geht man davon aus, dass Endbenutzer in Unternehmen nicht mit privaten Geräten arbeiten, stellt sich automatisch die Frage: Wieso kann ein Anwender dann dennoch eine Wahl bei der benutzten Software treffen? Gibt es normalerweise nicht eine Standardvorgehensweise in Firmen, die verhindert, dass man eigene Software auf Firmenrechnern installiert und die die Mitarbeiter somit an strikte Vorgaben bindet?

Schon lange gibt es sehr viele Software Programme, die man nicht mehr installieren muss und die mit eingeschränkten Rechten laufen. Dabei spricht man von portabler Software. Derartige portable Anwendungen sind nahezu für jedes Software Produkt erhältlich. Dazu gehören beispielsweise Betriebssysteme, Web-Browser, Entwicklungsumgebungen, Office-, Bildbearbeitungs-. Videokonferenz-Systeme, u.v.m. Zusätzlich bieten Web-Browser inzwischen viele Möglichkeiten, um Anwendungen bzw. Erweiterungen oder Plugins ohne Installation zu nutzen.

Software die man nicht installieren muss, hatte oft den Nachteil, dass diese sich nicht aktualisierte und nach Gebrauch immer wieder in einen Ursprungszustand zurückgesetzt wurde. Mittlerweile arbeitet portable Software mit Cloud-Diensten. Dort werden Einstellungen und Dokumente gespeichert und Programm-Komponenten können dynamisch nachgeladen werden. Oft sorgt dieses Vorgehen sogar dafür, dass portable Software auf unterschiedlichen Geräten immer wieder gleich aussieht. Qualitativ gibt es somit nicht unbedingt Einschränkungen zwischen portabler und installierter Software.

Somit kann man sagen, dass es immer mehr gute portable Software gibt, die Endbenutzer in Unternehmen ohne direktes Wissen der IT-Abteilung nutzen könnten. Dieser Situation kann ein Unternehmen pro aktiv begegnen, anstatt ausnahmslos den Einsatz von portabler Software zu verbieten.

  • Grundsätzlich sollten den Endanwendern die Probleme der Nutzung von portabler Software näher gebracht werden. Dazu gehört unter anderem das Thema Lizensierung. Schließlich heißt portabel nicht automatisch kostenlos – auch wenn das auf den ersten Blick nicht immer klar ist.
  • Zusätzlich lohnt es sich auch in Zeiten von Prism, auf die Gefahren im Bereich Datenschutz beim Einsatz von portabler Software auf Unternehmensrechnern hinzuweisen.
  • Anderseits kann man ausgewählte portable Software auch direkt empfehlen. Schließlich sind sehr populäre Browser portable Software und - solange man nicht jede Erweiterung nutzt - auch problemlos einsetzbar.

Am Ende ist aber alles besser, als die Augen zu verschließen und einfach davon auszugehen, dass Endanwender keine portable Software auf Unternehmensrechnern nutzen.

 

Neulich ist mir wieder eine Werbung zum Thema Konsumerisierung der IT begegnet, die sich ausschließlich um Bring Your Own Device Strategien (BYOD) drehte. Allgemein versteht man unter Konsumerisierung den Einfluss unserer Affinität und privaten Nutzung von Technologien und Geräten auf unsere Arbeitsweise. Meiner Meinung nach ist das Thema Konsumerisierung der IT aber viel größer als BYOD und von wachsender Bedeutung. Benutzer von IT sind in den letzten Jahren erfahrener geworden und wissen sich heute immer mehr auch ohne IT Abteilung zu helfen. Und dies passiert immer häufiger wenn IT Abteilungen Probleme von Anwendern nicht schnell genug lösen. Immer mehr Themen, die früher IT Abteilungen beschäftigt haben, sind schon lange einfach für normale Endanwender zu lösen. Dabei werden auch private Cloud Services oder Social Media für Unternehmenzwecke genutzt. So tauchen aber plötzlich Unternehmensdaten in öffentlichen Netzen auf. Wir reden also nicht nur über private Geräte wie bei BYOD sondern auch über Software und Services die in der Konsumerisierung der IT eine Rolle spielen.

Die eigentliche Frage ist, wie IT Abteilungen aktuell dem Thema Konsumerisierung begegnen. So muss die IT immer mehr proaktiv handeln und die Anwender dafür sensibilisieren warum private Cloud Services nicht für Unternehmensdaten geeignet sind oder wie beim Thema BYOD für rechtliche Regelungen und ein Management der Dienste sorgen. Dabei spielt vor allem Geschwindigkeit eine Rolle. Wenn ein privater Cloud Service schon von vielen Anwendern benutzt wird, kommt die IT Abteilung mit einer entsprechenden Unternehmens-Lösung oft zu spät.

Da Heraklit schon wusste, dass nichts so bestätig ist wie der Wandel, wird sich auch die Konsumerisierung der IT weiter verändern. Sicherlich wird dies auch an der nächsten Generation von IT-Anwendern und an der gesteigerten Bedeutung von IT im Alltag und an Schulen liegen. Somit werden vermutlich immer mehr klassische Themen einer Unternehmens-IT zu generellen Themen.

Gruß!
Euer Stephan

Dieses Thema beschäftigt das ITWU-Team schon seit einiger Zeit und mittlerweile auch viele unserer Kunden. Schließlich wurden 2012 in Deutschland mehr als 20 Mio. Smartphones verkauft. ITWU hat sich diesen rasanten Trend mal genauer angeschaut und versucht, die wichtigsten Fakten, Prognosen, Ideen und Chancen für euch zusammenzufassen.

Laut einer Bitkom-Studie (siehe Abb. 1) wurden weltweit im Jahr 2012 840 Mio. mobile Endgeräte verkauft (wenn man Smartphones und Tablets zusammenzählt). Die entsprechende Prognose für 2016 verspricht mindestens eine Verdoppelung dieser Zahl. Darüber hinaus sollen die Tablets bis 2016 mit ihren Absatzzahlen (endlich) sowohl die Desktop PCs als auch die Laptops überholt haben. Die Initiative D21 fand unterdessen heraus, dass bereits 53% aller Internetnutzer in Deutschland mobil auf das Internet zugreifen.

Bitkom.png

Abb.1: Zahlen und Prognosen für den Absatz mobiler und stationärer Endgeräte.

Hier findet ihr mehr Informationen zur Bitkom-Studie.

Hier findet ihr mehr Informationen zur Studie der Initiative D21.

Unter den Käufern und Internetnutzern, die diesen enormen Trend vorantreiben und mitbestimmen, sind sicherlich auch einiger eurer Mitarbeiter und Notes User vertreten. Es ist also an der Zeit, diesen Trend für sich nutzbar zu machen, die zahlreichen Chancen der Mobilisierung wahrzunehmen und sich auf die damit einhergehenden Risiken vorzubereiten. 

Zum einen bedeutet die rasante Verbreitung mobiler Endgeräte, dass viele eurer Mitarbeiter schon mit dem Umgang mit Smartphones und Tablets vertraut sind. Die Möglichkeiten, Geschäftsanwendungen auf diesen mobilen Endgeräten zu nutzen, unterstehen somit einer enormen Akzeptanz und bieten zudem Vorteile wie die Kontinuität von Prozessen und einer verbesserten Außendarstellung z.B. bei Kundengesprächen. Vor allem im Vertrieb und in der Geschäftsführung haben Smartphones und Tablets aus diesen Gründen schon Einzug in viele Firmen genommen. Welcher CEO möchte sich nicht gerne auf seinen zahlreichen Geschäftsreisen mit seinem iPad über alle Geschäftsprozesse kontinuierlich auf dem Laufenden halten. Und seien wir doch mal ehrlich: ein Vertriebler, der einfach sein Tablet an unseren Beamer anschließt und nicht erst sein Notebook aufbauen und hochfahren muss, um seine Präsentation zu halten, kommt einfach viel besser an, oder?

Zum anderen bringt diese Entwicklung aber auch eine gewisse Unsicherheit mit sich, indem sie folgende Fragen aufwirft:

  • Mit welchen Geräten werden wir in Zukunft eigentlich überhaupt noch arbeiten?
  • Wie viele und welche Betriebssysteme werden wir zukünftig nutzen?
  • Benötigen wir für den mobilen Arbeitsplatz von morgen überhaupt noch einen Desktop-PC oder haben wir bald nur noch das Tablet auf dem Schreibtisch und das Smartphone in der Hosentasche?

Who knows? Eine hybride Infrastruktur aus Desktop-PCs und Tablets ist in einigen Unternehmen heute schon gang und gäbe. Sich auf ein derartiges Szenario vorzubereiten, ist in Bezug auf IBM (Lotus) Notes und Domino Anwendungen ein Kinderspiel - und das Zauberwort lautet einmal mehr: XPages!

Wenn ihr eure Notes und Domino Anwendungen auf XPages umstellt, ist es schließlich egal, welche Geräte oder welche Betriebssysteme ihr nutzt. Alles was ihr braucht ist ein x-beliebiger Webbrowser!

Soweit so gut!

Wie aber macht ihr aus all euren alten Anwendungen XPages?
Ist das überhaupt für alle Anwendungen notwendig bzw. vorteilhaft?
Sollte man vorher eventuell auf einer hybriden Infrastruktur mit Hilfe des Notes Browser Plugin die Webstrategie austesten?
Braucht man für den Zugriff von verschiedenen Endgeräten unterschiedliche Benutzeroberflächen oder ein Responsive Design?
Sollte man unabhängig von Notes auch andere Anwendungen auf XPages umstellen oder neuentwickeln?
...

Diese und ähnliche Fragen stellen wir uns in späteren Posts und gehen dann auch gerne auf eure Vorschläge und Fragen ein.