Am 13.09.2016 hat IBM das Fix Pack 7 für die Notes und Domino Version 9.0.1 veröffentlicht und damit nicht nur Bugs in früheren Versionen gefixt, sondern auch einige neue Features in den Code mit aufgenommen.

Neben dem Support für Citrix XenApp 7.7 sind wir besonders von der Verbesserung der Sicherheitsfunktionen angetan. Für die Datenverschlüsselung beim Zugriff eines Notes Clients oder eines Domino Servers auf einen (anderen) Domino Server kann nun der Advanced Encryption Standard (AES) genutzt werden.

Weitere Informationen zum Fix Pack 7 findet ihr unter dem folgenden Link auf Fix Central. Hier wird auch noch einmal auf das Hard Entitlement hingewiesen, auf das wir euch im letzten Beitrag schon aufmerksam gemacht haben:

 

"Active Subscription & Support is required to download Notes/Domino from Fix Central (see technote 1990043)."

 

IBM Notes/Domino 9.0.1 Fix Pack 7 Release Notice

 

Allerdings haben wir auch schon einen ersten neuen Bug im FP7 gefunden. Da wir eine nicht-englische Version von iNotes benutzen, bekamen wir beim Öffnen von iNotes die folgende Fehlermeldung: 

 

 

Um diesen Fehler zu beheben, haben wir einfach die alte Forms9-Datenbank der vorherigen Installation weggesichert und nach der Installation des Fix Packs 7 die neue Forms9-Datenbank durch die alte ersetzt. Dieser Fehler tritt offensichtlich bei allen nicht-englischen iNotes Installationen auf.

 

Außerdem hat IBM schon selbst festgestellt, dass es nach der Installation von Fix Pack 7 auf einem Linux 64-bit System zum Server-Crash kommen kann, wenn der IBM Traveler Server und der IMSMO Server noch auf alten Versionen laufen. Hier solltet ihr also möglichst vor dem Upgrade auf Notes und Domino 9.0.1.7 die folgenden Fix Packs/Releases installieren:

IBM Traveler 9.0.1.14

IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2.0 Fix Pack 2 (enthält auch alle Fixes vom IBM Traveler 9.0.1.14)

Falls ihr euch für IMSMO interessiert, ist es außerdem wichtig zu wissen, dass seit dem Fix Pack 1 der Version 2.0 nicht nur Microsoft Outlook 2013 sondern auch 2010 und 2016 offiziell unterstützt werden! 

 

Solltet ihr Probleme beim Update eurer Domino-, Traveler- oder IMSMO-Server haben, helfen wir euch gerne weiter. Ruft uns einfach an unter 05251/288160 oder schreibt uns eine E-Mail an info@itwu.de.

 

 

Ich möchte euch noch kurz einen kleinen Hinweis bezüglich meines Beitrages von letzter Woche zur Ankündigung von IMSMO nachreichen: Ich hatte mich schon gewundert, dass im Ankündigungsschreiben im Bereich der "Program Number" und der "Ordering Information" auch der IBM Domino Utility Server als Lizenz mit aufgeführt ist und gleich bei IBM nachgehakt.

Quelle: IBM mail support for Microsoft Outlook, V2.0 expands mail client options for IBM Notes and IBM Domino 

 

Es stellte sich heraus, dass Katrin "Sherlock" Benteler einen kleinen Fehler von IBM entdeckt hatte. Wenn ihr also ebenfalls das Ankündigungsschreiben gelesen habt und euch darüber gefreut habt, dass IMSMO auch Bestandteil eurer IBM Domino Utility Server Lizenz ist, muss ich euch leider enttäuschen. Um IMSMO kostenlos aus dem Passport Advantage Online Bereich herunterladen und nutzen zu dürfen, braucht ihr in jedem Fall eine IBM Domino Enterprise / Messaging Client Access oder eine IBM Domino Messaging / Collaboration Express Lizenz, die unter aktiver Wartung steht. IMSMO ist nicht Bestandteil der IBM Domino Utility Server Lizenz!

Bei mir läuft IMSMO nun seit einer Woche auch in der Nicht-mehr-Betaversion und ich muss sagen, da ich ansonsten ein weitestgehender Microsoft-Vermeider bin, muss ich mich wirklich erstmal dran gewöhnen. Aber das ist ja auch alles kein Hexenwerk. Und wer weiß, vielleicht darf ich schon bald einen anderen IBM Client on Premise testen... welcher das wohl sein wird???

 

 

Endlich ist es soweit! Wie im letzten Beitrag zum Thema "IMSMO" schon angekündigt, ist die Beta-Phase vom Project Hawthorne endlich vorbei: IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2013 ist endlich über Passport Advantage Online herunterzuladen. Das bedeutet für jeden aktiven IBM Notes Lizenznehmer, dass er in Zukunft noch mehr Möglichkeiten bei der Wahl seines Clients für den Domino Server erhält. Nun stehen euch nicht mehr nur der Notes Client, iNotes, IBM Client Application Access, die Verse-App und der Traveler kostenlos zur Verfügung, sondern auch der Outlook Client in der Version 2013 - und das ebenfalls ohne zusätzliche Kosten von der IBM-Seite (leider braucht ihr natürlich noch eine Microsoft Outlook Lizenz).

Die offizielle Ankündigung der neuen Domino Funktion findet ihr unter dem folgenden Link:

IBM mail support for Microsoft Outlook, V2.0 expands mail client options for IBM Notes and IBM Domino

Natürlich will diese Wahl gut überlegt sein, da es natürlich ein paar klitzekleine Einschränkungen gegenüber dem Notes Client gibt und die IMSMO Funktion auch einige zusätzliche Anforderung an eure Domino Infrastruktur stellt. Die in der offiziellen Ankündigung beschriebenen Systemanforderungen sind allerdings ein bisschen dürftig. Da findet ihr in unseren letzten beiden Blog-Beiträgen bestimmt noch einige andere essentielle Dinge, die ihr vor dem Einspielen von IMSMO wissen solltet:

IBM ConnectED Nachlese Nachlese: IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2013 (IMSMO)

IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2013 (IMSMO / Project Hawthorne) - weitere Erkenntnisse

Die offiziell verfügbare Version von IMSMO unterscheidet sich in einigen Teilen etwas von der Beta-Version, mit der wir schon unsere Erfahrungen gesammelt haben. Diese kleinen Unterschiede werden wir in den folgenden Tagen eruieren und euch darüber auf dem Laufenden halten.

Bis dahin könnt ihr ja schonmal - sofern ihr denn eine der folgenden Lizenzen unter aktiver Wartung habt - die Software unter Passport Advantage Online herunterladen:

  • IBM Domino Enterprise client access    
  • IBM Domino Messaging client access    
  • IBM Domino Messaging and Collaboration Express    

Wenn ihr vorher noch Fragen zu dem Thema habt oder im Anschluss daran Unterstützung bei der Einrichtung von IMSMO benötigt, könnt ihr uns einfach eine kurze Mail schreiben an info@itwu.de oder uns direkt anrufen unter 05251 288160.

 

Im letzten Blog-Post zum Thema "IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2013" (kurz IMSMO) haben wir euch schon einen kurzen Einblick in unsere ersten Kundenerfahrungen und einen groben Überblick über die Funktionalität der Exchange-ActiveSync-Komponente von IMSMO gegeben.

IMSMO ist - neben dem Notes Traveler, IBM Verse und IBM Connections Mail - ein weiterer Teil von IBMs "Bring your own Client"-Strategie, die uns zahlreiche Optionen für die Wahl unseres Domino-Frontends bietet. IMSMO erlaubt uns, mit unserem Domino-Server einen Outlook-Client zu benutzen. Wenn euer Unternehmen also eigentlich Notes und Domino einsetzt, ihr oder eure Kollegen aber lieber den Outlook-Client anstatt des Notes-Clients benutzen möchten, ist das mit IMSMO problemlos möglich. Natürlich sollte schon ein konkreter Use-Case dahinterstecken, wie z.B. bei unserem Kunden, der eine Firma aufgekauft hatte, die bereits Microsoft Exchange und Outlook einsetzte. Unser Kunde stand nun vor der Herausforderung, die IT-Infrastruktur der neu erworbenen Firma in seine vorhandene zu integrieren. Damit die Outlook-gewohnten Mitarbeiter der Firma weiterhin mit dem Client ihrer Wahl arbeiten können, wählte er IMSMO als Alternative zu einer Notes-Migration. Letztere hätte im Gegensatz zu IMSMO viel Schulungs- und Umgewöhnungszeit auf Seiten der Benutzer gekostet.

Die Synchronisation der Mails, Termine, Kontakte und Ordner in unserer Testumgebung war schnell eingerichtet, wie man im letzten Beitrag zu unserem IMSMO-Projekt heraushören kann.
IBM ConnectED Nachlese Nachlese: IBM Mail Support for Microsoft Outlook 2013 (IMSMO)
Mittlerweile läuft auch das Mail-Addin, das für die folgenden zusätzlichen Funktionalitäten zuständig ist, bei unserem Kunden einwandfrei:

 

Anbindung anderer Adressbücher über LDAP

Standardmäßig funktioniert die Schnelladdressierung per Type-Ahead/AutoComplete für E-Mails und Besprechungen im Outlook-Client nur mit lokalen und letzten Kontakten (recent contacts). Wir können mit Hilfe von LDAP aber zusätzlich auf andere Adressbücher zugreifen, so z.B. auf das Domino Directory oder ein Kunden- und Lieferanten-Verzeichnis, und somit dem Kunden auch im Outlook-Client eine schnelle E-Mail-Verarbeitung ermöglichen.

 

Abb. 1: E-Mail-Adressen, die ihr irgendwann schon einmal in eurem Outlook-Client eingegeben habt, werden per Type-Ahead/AutoComplete bei zukünftigen E-Mails wieder vorgeschlagen, auch wenn Sie nicht im lokalen, persönlichen Adressbuch stehen.

 

Abb.2: Hier ist das Globale Adressbuch des Kunden via LDAP an den Outlook-Client angebunden und vereinfacht die Suche nach Kontakten.

 

Größenbeschränkungsanzeige des Mailfiles

Wir können den Endbenutzern anzeigen, ob und wann sie die maximal zulässige Größe ihres Mailfiles erreicht haben. Dies klappt leider nicht direkt im Posteingang oder den verschiedenen Ordnern, sondern wird nur angezeigt, wenn man auf den entsprechenden Bereich des Mail-Add-Ins wechselt. Falls notwendig können wir aber per Script veranlassen, dass Endbenutzer per E-Mail benachrichtigt werden, wenn ihre Mails in etwa der Größenbeschränkung entsprechen und sie ihr Postfach bereinigen sollten. Da unser Kunde allerdings DAOS auf seinem Domino Server aktiviert hat, ist diese zusätzliche Funktion für ihn nicht wirklich notwendig.

 

Abb.3: Normalerweise zeigt die Mailbereinigung einen grünen Balken, solange die Größe der gesamten Mails nicht an die Größenbeschränkung heranreicht.

 

Abb.4: Wenn dies allerdings passiert, wird der Balken gelb und letztendlich rot und der Button zur Mailbereinigung "Jetzt bereinigen" erscheint.

 

Räume- und Ressourcensuche im Kalender

Wir können im Kalender auf die Räume und Ressourcen des Domino-Verzeichnisses zugreifen (siehe Screenshot), so dass die Endbenutzer auch im Outlook-Client deren Verfügbarkeit prüfen und sie direkt in ihre Besprechungseinladungen integrieren können.

 

Abb.5: Durch die Raumsuche können wir Räume und Ressourcen für Besprechungen suchen und auf Anhieb sehen, ob sie zu dem konkreten Termin verfügbar sind.

 

Delegierung

Mit der Delegationsfunktionalität kann unser Kunde nun wie im Notes anderen Benutzern Zugriff auf sein Postfach geben oder den Zugriff auf andere Postfächer erhalten (siehe Screenshot). Um mit dem Postfach eines anderen Benutzers arbeiten zu können bedarf es aus Sicherheitsgründen der Eingabe des eigenen Notes-Kennworts. Außerdem müssen die Postfächer, die man delegiert oder auf die man den Zugriff erhält, ebenfalls auf dem IMSMO/Mailserver liegen.

 

Abb.6: Mit der Delegieren-Funktion kann man sowohl anderen Mitarbeitern Zugriff auf sein Mailfile gewähren als auch auf das Mailfile anderer Mitarbeiter zugreifen.

 

Abb.7: Zur Zeit lässt sich nur eine begrenzte Anzahl an Zugriffsberechtigungen auswählen, die man den Mitarbeitern auf sein Postfach gewähren möchte.

 

Abb.8: Sobald mir der Zugriff auf ein anderes Postfach gewährt wurde, kann ich es in meinem Outlook-Client inkl. aller Ordner anzeigen lassen.

 

Abwesenheitsnachrichten (out of Office)

Die Abwesenheits- (siehe Screenshot) des Notes-Clients wird mit dem Mail-Add-in ebenfalls im Outlook-Client zur Verfügung gestellt.

 

Abb.9: Für Urlaubs- und Krankheitszeiten kann man Automatische Abwesenheitsnachrichten einrichten.

 

Die Aktivierung dieser Funktionen bei unserem Kunden lief problemlos, allerdings trafen wir an anderer Stelle auf einige Stolpersteine, die wir zuerst aus dem Weg räumen mussten:

 

Altdaten als PST-Datei integrieren

Da die Benutzer unseres Kunden sehr viele Umlaute und Sonderzeichen in ihren Kontakten und Ordnern im Outlook verwendet hatten, konnten wir eine herkömmliche Migration der Altdaten auf den Domino-Server mittels Migrationstool nicht problemlos durchführen. Daher haben wir uns für einen kleinen aber einfachen Umweg entschieden: die alten Exchange-Daten der Benutzer (E-Mails, Kontakte, Termine, Notizen, Aufgaben) wurden in eine persönliche Speicherdatei (PST-Datei) umgezogen, die problemlos in den neuen Outlook-Client integriert werden konnte, ohne aktiv auf das Backend bzw. das Notes Mailfile auf dem Server zuzugreifen. Diese PST-Datei wurde im Outlook-Client als zusätzliches Archiv von den Benutzern eingebunden. Somit standen die Altdaten im Outlook jederzeit zur Verfügung, ohne auf dem Domino-Server Schwierigkeiten zu verursachen.      

 

DB2 als Datenbankserver eingerichten

Zu Beginn des Projektes waren wir noch davon ausgegangen, dass als Datenbankserver zwecks Administration, Synchronisation und Loadbalancing die standardmäßige Domino Datenbank Derby ausreichen würde. Diese empfiehlt IBM aber lediglich für einen Proof of Concept und keineswegs für eine Produktivumgebung. Somit mussten wir zusätzlich noch eine DB2 Datenbank für die IMSMO-Umgebung einrichten. Glücklicherweise ist die DB2 in begrenztem Umfang ja Teil der Domino Lizenz. Daher müsst ihr in diesem Fall nur in das Passport Advantage Online Tool gehen und euch die Software herunterladen. Achtet aber darauf, dass ihr "IBM DB2 xxx Enterprise Server Edition Restricted Use" Lizenz nehmt. Wie ihr den zugehörigen Lizenzkey bekommt und aktiviert erfahrt ihr für die Version 10.1 auf dieser IBM Support Seite
http://www-01.ibm.com/support/docview.wss?uid=swg21594835

 

Für unser Kundenprojekt haben wir übrigens die folgende Infrastruktur als Testumgebung genutzt:

  • Domino Server 9.0.1 FP4
  • IMSMO/IMSA für 9.0.1 FP4

Diese Umgebung nutzt noch zur Synchronisation das ActiveSync Protokoll von Microsoft. IBM hat allerdings angekündigt, dass noch vor dem 20. Juni 2016 eine neue Version der IMSMO-Funktion erscheint. Pünktlich zur General Availability soll diese Version SyncML anstelle von EAS einsetzen.

 

Quelle: Introduction to Project Hawthorn - Outlook Access for Domino von Luis Guirigay, IBM

 

Dies wurde für IMSMO in der Cloud bereits umgesetzt und auf Herz und Nieren getestet. Daher erwarten wir keine bis wenige Probleme mit dieser Umstellung. Wenn ihr allerdings mit dem Gedanken spielt, ein IMSMO-Projekt in eurer Firma zu starten, solltet ihr besser noch bis Ende Juni, also bis zum Ende der Limited Availability warten.

Vorher könnt ihr uns aber gerne schon kontaktieren, damit wir euch, wenn es so weit ist, tatkräftig unterstützen können

Per E-Mail an info@itwu.de oder per Telefon: 05251 288160